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Wirbelsäulenfraktur - hat schon mal jemand den Reha-Prozess begleitet? [Hits: 2565]

Wir sind in bester Absicht mit unserer Oma noch einmal in unser Ferienhaus in der Toscana gefahren. Das war für sie eine grandiose Entscheidung! Sie blühte komplett auf, genoss jeden Tag in ihrem Zweitgarten und war munter wie lange nicht mehr.
Leider ist etwas schreckliches passiert und unser großer Chihuahua (5 kg) ist morgens beim Pimachen von ballernden Jägern dermaßen erschrocken, dass er panisch das Weite gesucht hat, 4 km die Straße hoch ins nächste Dorf, dort hat ihn ein Auto abgeschossen und einfach liegen lassen. Zum Glück hat der fahrende Bäcker ihn erkannt und uns über die Weingutbesitzerin angerufen und hat ihn so lange bewacht und den Verkehr umgeleitet, bis wir kamen. Er war äusserlich unverletzt und konnte furchtbar um sich beissen aber nicht aufstehen und schrie bei jeder Berührung wie ein Irrer. Ich bin fast in Ohnmacht gefallen vor Schmerz, ihn so zu sehen. Wir mussten ihm das Maul zubinden, sonst hätte er uns zerfleischt. Sogar uns! Wir haben ihn dann so vorsichtig wie möglich hochgehoben und sofort in eine uns bekannte Tierpraxis 6 km entfernt gebracht, dort geröntgt und er hat die Wirbelsäule gebrochen. Direkt am ersten Lendenwirbel, dazu eine Fraktur im L0. L0 deshalb, weil er statt 7 LW 8 hat und es für diesen zusätzlichen LW keine festgelegte Bezeichnung gibt, weil das so selten ist. Die TA hat telefoniert und eine neurologische Klinik in 30 km Entfernung gefunden und uns SUBITO dort hingeschickt. Wir sind dort hin, über völlig desolate "Straßen" die diesen Namen nicht verdienen und mit dem Hinweis der TA, das sie nicht viel Hoffnung hat, hat jeder Hubbel doppelt weh getan. Und dann kamen wir in der Praxis an und es erwies sich, dass wir 100.000 Glücksengel verbraucht haben. Die Praxis war High end ausgestattet, hatte ein MRT, ein CT und dazu einen fähigen Neurochirurgen, der den Ernst der Lage sofort erkannte und einen Spezialisten aus Genua einfliegen (!) ließ und so konnten sie ihn 10 h nach dem Unfall operieren. Seine Wirbel wurden geschraubt und mit Knochenzement versteift. Eine mm-Aktion, die zu 80% schief hätte gehen können. Siehatten ein Arbeitsfeld von 4 mm, von dem sie 2 mm für die Schrauben brauchten... Die Dokumentation war oberirdisch, wir haben alles gezeigt bekommen, vor und nach der OP in 3D Aufnahmen in Farbe plus Röntgenaufnahmen in 4 Schichten etc. Gestern konnten wir ihn mit Fentanylversorgung transportieren und nach Aussage des Arztes hat er unglaublicherweise keine Verletzung des Rückenmarks, allerdings hat es bis zur OP Druck abgekriegt und muss sofort wieder mit Physiotherapeutischer Behandlung aktiviert werden. Der Hund ist hinten inaktiv, der Schwanz ist schlapp aber er kann wedeln, die Hinterbeine haben Reflexe und er muss jeden Tag bis zur Vorstellung bei der Physio regelmässig für ca. eine Minute "hingestellt" werden, damit er das Gefühlsgedächtnis nicht verliert. Dienstag kommt er zur Physio. Er ist ein Bild des Jammers. Mein Mann ist am Boden zerstört, weil er bei der Suche nach ihm falsch abgebogen ist und ihn so knapp verpasst hat. Hoffentlich wird das wieder!! Hat hier irgendwer schon mal einen Heilungsprozess bei einer solchen Sache begleitet? Und kennt hier wer einen fähigen Neurochirurgen im Raum München für die Langzeitbetreuung? Meine Haus-TA meinte am Telefon, dass sie ad hoc nicht gewusst hätte, wo sie uns hätte hinschicken können, sie meinte, in D wäre das wohl fatal gewesen und wir haben offensichtlich Riesenglück mit der Möglichkeit zur OP gehabt...

Livia


16.10.2016 - 15:38
Huemmelin

Oh mann, verdammt, was für ein Pech!
Ich habe (zum Glück )keine Erfahrung mit Verletzungen der Wirbelsäule bei Hunden und kann daher nix hilfreiches beitragen außer fest gedrückten Daumen.

LG Anne


16.10.2016 - 19:50
TinaH

Erstmal alles Gute!

In Deutschland wären wohl die Hofheimer die richtigen Ansprechpartner! Das ist von Dir aus allerdings sehr weit (Hessen, Rhein/Main). Dort kommen aber Patienten aus dem In- und Ausland hin. Frag mal die Italienische Klinik, ob die nicht sogar mit denen zusammen arbeiten. Als ich im Mai dort war zum MRT und die Diagnose bei meiner Hündin so kompliziert war, bzw. sie sich mit der Enscheidung zur OP so schwer getan haben, weil sie noch so jung ist und zudem im MRT schon einen Narkosezwischenfall hatte, da haben sie die Bilder nicht nur mit dem eigenen Team befundet, sonder auch "zu Experten nach Italien" geschickt. Ich habs verwundert hingenommen und nicht weiter hinterfragt.

Bzgl. Wirbensäulen-OP weiß ich ein bißchen, wie die post OP Nachbehandlung so ist, weil meine Hündin von einer sehr pflichtbewußten Assistenzärztin entlassen wurde und ich den Nachsorgeplan für eine Wirbelsäulen-OP mit auf den Weg bekommen habe. 3 bis 4 Wochen sollte absolute Boxenruhe sein, nur zum Lösen aus der Box. Allerdings schon in der erste Woche Physiotherapie, assistiv-passive Bewegungen und ab dem 10. Tag Aquatrainer.

Insgesamt war die Bewegung bis 12 Wochen post OP sehr eingeschränkt, Leine, keine Treppen/Springen etc. pp.

Erklärt wurde mir, daß sich sonst vermehrt Narbengewebe an der OP-Stelle bilden könnte, was dann aufs Rückenmark drückt und natürlich Probleme bereitet. Ob sowas bei einer Versteifung auch passieren kann - vielleicht nicht.

Bei uns war es jedenfalls so, daß zur Nachbehandlung kein Neurochirurg mehr nötig war, sondern eben nur eine sehr gute Physio. Aufs Unterwasserlaufband gehen wir nach wie vor.

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