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Wie die Jungfrau zum Kinde: Fragen rund um die Fohlengeburt [Hits: 1216]

Kurz zur Vorgeschichte: ich habe mir im April eine 8jährige polnische Kaltblutstute gekauft, die seit einigen Monaten in einer Herde aus drei Wallachen (17, 17 und 44) integriert und Chefin ist. Seit ca. drei Wochen wissen wir durch einen Klinikaufenthalt, dass sie im letzten Drittel tragend ist. Die Klinik meinte zwischen einer und vier Wochen ist es soweit. Wann genau das Fohlen kommt will uns keiner sagen und ich habe keinerlei Erfahrung mit sowas. Es ist aber auch verdammt spät im Jahr für eine Geburt, das kommt erschwerend hinzu. Ich habe verschiedene Leute aus meinem Umfeld - Züchter, Tierärzte und Privatmenschen mit Fohlenerfahrung - gelöchert. Aber wie das so ist: jeder sagt was anderes mit genau gegenteiligen Erfahrungen. Es wäre mir ehrlich gesagt fast lieber das Fohlen hätte einfach morgens daneben gestanden :/ aber gut, jetzt weiß ich es nunmal und will es bestmöglich vorbereiten, aber wenn irgendwie machbar im Rahmen unserer Umstände…

Der Bauch wächst in den letzten Tagen vermehrt, das Euter fängt an sich ganz leicht zu füllen. Es kann also sein das Fohlen kommt nächste Woche, es kann aber auch sein es dauert noch weitere vier oder mehr – da gehen die Erfahrungen weit auseinander. Daher möchte ich sie auch ungern jetzt noch in einen anderen Stall bzw. Herde umstellen und dadurch Stress aussetzen. In die Klinik zur Geburtsüberwachung ist a) weit weg, b) weiß ich ja gar nicht wie lange es noch dauert bis zum Geburtstermin, c) sehr teuer und d) nehme ich sie aus ihrem Umfeld heraus, um sie und Fohlen danach wieder irgendwie zu integrieren. Und das gefällt mir irgendwie nicht :-/ Sie ist laut Klinik auch kein Risikopatient.

Die Situation vor Ort ist folgende:
Wir (2 Frauen und ich) sind eine von drei Haltergemeinschaft in einem Teilselbstversorger-Stall (SB stellt „Hardware“, wir machen die Arbeit drum herum) mit insgesamt 12 Boxen (+1 Notbox). In den Stall kommen sie in der Regel frühestens Anfang Oktober, die Boxen haben 9 qm und sind zum Abfohlen imho zu klein (und nicht umbaubar); mir wäre es mit Platz auf der Weide lieber. Es gibt eine mobile Notbox die etwas größer ist, die aber separat aufgebaut werden und dafür der SB einiges wegräumen muss, was über den Sommer im Weg steht. Diese Notbox steht sozusagen „um die Ecke“, so dass ein dort stehendes Pferd die anderen Pferde nur hören, aber nicht sehen kann. Dort würde ich sie evtl. über den Winter hinstellen, wenn das Fohlen dann da ist und es sie nicht stresst etwas abseits zu stehen. Das muss ich dann ausprobieren.

Unsere vier Pferde stehen aktuell 24/7 auf wechselnden Sommerweiden in laufbarer Nähe vom Stall, teils mit Baumbestand und Hütte, teils ohne; zum Teil auch sehr schräg. Einer der Wallache ist uralt und muss mit Brei zugefüttert werden, der wird nachts zum Fressen auf ein eigenes Stück gestellt und darf nur relativ gerade stehen. Die anderen bekommen Heu zum Gras zugefüttert, aber da einer der Wallache Heustauballergiker ist, muss ich aktuell für drei Pferde Heu tauchen.

Mit den Wallachen versteht sie sich gut, ist Chefin, wobei sie sich auch mal etwas abseits hält und „ihr Ding“ macht, sie klebt auch nicht sonderlich, wobei sie schon einander rufen wenn sie mal getrennt sind. Ich möchte sie daher ungern länger allein in den Stall stellen ohne andere Pferde, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Meine Osteopathin ist auch Züchterin und sagte, ich kann die Stute bis zum Abfohlen ruhig in der Herde lassen, sollte sie aber dann danach separieren. Eine Tierärztin und ebenfalls Züchterin sagte jetzt aber „um Gottes Willen bloß nicht mit den Wallachen zusammenlassen, die machen das Fohlen kaputt“. Okay. Puh. Also besser kein Risiko eingehen?
Unser Plan ist jetzt folgender:

Wir bauen innerhalb der Sommerweide einen extra Bereich für die Stute mit vier Reihen Band, aber erst mal ohne Strom. Unsere Pferde respektieren den idR auch stromlos und mir wurde gesagt Fohlen besser erst mal ohne Strom am Anfang… Außenzaun aber mit Strom. Die Stute soll dann erst mal nur über Nacht in den Bereich, hätte den Vorteil dass ich sie nachts ad lib mit gutem nicht getauchten Heu versorgen kann. Mehren sich die Anzeichen für die Geburt, würden wir sie dann in ihrem Bereich lassen… aber sie wäre eben noch bei den anderen.

Wir haben noch einen kleineren fahrbaren Unterstand, den würde ich in ihren Bereich stellen, ist aber auch nur so groß wie eine Box. Kann ich den einstreuen und ist davon auszugehen, dass die Stute sich einen Platz auf der Weide zum Abfohlen sucht? Oder ist das Risiko zu groß dass sie den Unterstand dafür nutzt? Dann besser gar keiner? Sie hätte zwar dort Bäume, aber das Wetter wird immer schlechter und ich weiß nicht ob ich sie eindecken darf.

Ich gehe davon aus dass eine Regendecke nicht gut ist wenn die Geburt ansteht und ich sie besser ohne lasse? Sie ist zum Glück eher robust, aber ich mach mir trotzdem Gedanken wenn es wie heute stürmt und regnet….Da wäre mir zumindest der Unterstand sehr lieb dass sie die Möglichkeit hat sich zu schützen.


Einen Bereich könnten wir dann später auch auf der Winterweide am Stall abzäunen, dort stehen sie dann von morgens früh bis abends, so dass ich hoffe dass das Fohlen dann trotzdem einen relativ guten Start ins Leben bekommt… was dann später wird mit Absetzen etc, darum mache ich mir gerade ehrlich gesagt erst Gedanken, wenn die Geburt und die ersten Wochen geschafft wurden. Denn auch hier gehen die Erfahrungen meines Umfeldes weiiit auseinander.

Hätte ich es mir ausgesucht, hätte ich auch kein Fohlen, aber jetzt ist es leider so und ich muss mich darauf einstellen. Bin daher für eure Erfahrungen und Tipps dankbar, egal in welche Richtung sie gehen…

Steffichen


06.09.2017 - 12:41
TinaH

Trink auf jeden Fall mal einen Schnaps, oder ne Flasche Wein oder Sekt oder so ;o)


06.09.2017 - 12:43
Graupony

Genau - DU bist ja nicht schwanger und solltest Dir da volle Dröhnung geben ;-)
Du Arme - möchte nicht tauschen!!

Und würde dennoch eine Umstellung an einen geeigneteren Stall in Betracht ziehen.
Auch und vor allem, damit das Fohlen auch (fast) gleichaltrige hat und nicht nur mit Mutti im Separet steht.

Vielleicht deute ich es anders, als es ist, aber das klingt sowas von unideal alles und nach unendlichem Streßpotential für ALLE Beteiligten, dass der Umstellungsstreß vielleicht der Kleinere ist.

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