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2 Pferde in einem Jahr an Kolik gestorben - Zufall oder nicht? [Hits: 596]

Bei mir im Stall ist gestern das 2. Pferd in diesem Jahr an Kolik gestorben.

Er zeigte Freitag abend Koliksymptome, die sich dann schnell verstärkten. Tierarzt war da und spritzte ihn. Diagnose Verstopfungskolik.
Es besserte sich nicht. Nachts war der Tierarzt nochmal da, spritzte ihn nach und gab ihm Öl ein.
Auch rektal wurde er jedesmal untersucht, kein weiterer Befund.

Wir sollten anrufen, wenn es sich verschlechtern sollte.
Irgendwann dachten wir, das er ruhiger ist. Ich ging dann ein paar Stunden schlafen, weil im Raum stand, das er in die Klinik muß und ich wollte nicht total übermüdet fahren müssen.
Die Besitzerin blieb im Stall.

Morgens ging es ihm eindeutig besser. Viel besser. Er beschwerte sich massiv darüber, das er eingesperrt war und wollte Futter.
Nach Rücksprache mit dem Tierarzt sollten wir ihm über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen Mash und Heucobs füttern.
Das machten wir auch, er fraß es und war guter Dinge.
Abends kam der Tierarzt, fand ihn auch gut und er durfte wieder zu den anderen Pferden.
Sonntag morgen war alles gut. Sonntag mittag lag er auf der Koppel, mit schweren Koliksymptomen.
Von Samstag abend bis Sonntag mittag hat er sehr viel geäppelt, durch das Öl Matschehaufen, aber ziemlich groß.
Da muß doch der Darm gearbeitet haben?
Jetzt stellte der Tierarzt keine Darmgeräusche mehr fest, Kreislaufprobleme, starkes Schwitzen und einen auffälligen Befund bei der rektalen Untersuchung, wo hier nicht eindeutig zu sagen war, was genau nicht paßt.

Also aufladen und Klinik. Leider wollte er partout nicht auf den Hänger, so das es recht lange gedauert hat, bis wir wegkamen.

In der Klinik kam er gleich an den Tropf, die Untersuchung brachte sehr schlechte Blutwerte, die rektale Untersuchung aber keine Verlagerung, aber noch eine fühlbare schon weiche Verstopfung weiter vorne.

Seine Werte verschlechterten sich noch mehr, er war nicht mehr Narkosefähig, bei der Punktion vom Bauch war schon Blut und Verunreinigungen dabei.
An diesem Punkt gab es keine Hilfe mehr, es blieb nichts anderes mehr übrig, als ihn gehen zu lassen.

Jetzt ist er das 2. Pferd, das aus meinem Stall in diesem Jahr an Verstopfungskolik verstorben ist.
Er war ein Kaltblut, 28 Jahre alt. Das andere Pferd eine Haflingerstute, 26 Jahre.

Beide Pferde bekamen Brei zum fressen, er konnte noch recht gut Heu und Gras fressen, aber es reichte ihm nicht mehr. Deshalb wurde er zugefüttert, 2 Portionen Cobs mit Quetschafer und extra 1 Portion Müsli und Mash. Die Stute dagegen fraß extrem schlecht, ob sie zum Brei dazu noch fressen konnte war nicht wirklich klar.

Beide Pferde sahen gut aus, nicht abgemagert, schönes Fell. Bei beiden kam die Kolik vollkommen überraschend.
Ich hab das auch noch nicht verdaut, es war nicht mein Pferd, aber wenn ein Pferd hier steht, das geht einfach doch nahe.
Udn ich frag mich, ob ich irgendwas falsch gemacht habe.

starfairy


11.09.2017 - 13:25
Graupony

Ohweh...
Konnten sie noch an gröberes Raufutter? Heu, Stroh?
Irgendwas langfaseriges?
Ich hab alles an Heu von meiner Stute ferngehalten, Stroh hab ich eh nicht.
Und eine Verstopfungskolik hat sie letztlich von Hartog Luzerne Mix, Faserlänge 5-10cm, eingeweicht verfüttert, bekommen.
Das war der BEGINN ihrer Cobfütterzeit, die über etliche Jahre ging. Also da, wo die Zähne noch nicht am allerschlimmsten dran waren.

Bei nur 2-3 Portionen könnte ich mir vorstellen, daß nicht genug Sättigung eintritt bzw. nicht lange genug und dann an nicht mehr verdaubare, weil nicht ausreichend gekaute Dinge gegangen wird.

Das ist aber super super schwierig zu erkennen, was geht und was nicht.
Bzw. eigtl. unmöglich und erst eine Verstopfungskolik bringt einen drauf :(


11.09.2017 - 13:31
TinaH

Das ist sehr schlimm und tragisch, aber mal ehrlich, mit 26 und 28... und noch gut beienander... irgendwann ist es mal so weit und irgend ein Part des Organismus kann nicht mehr. Man hört das von alten Pferden ja oft, daß es dann eine Kolik ist, die das Leben beendet. Das machts nicht besser, aber besonders "ungewöhnlich" finde ich das jetzt nicht.

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