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Wie sag ich's der RB....? [Hits: 1837]

Hallo liebe Koppler,

ihr habt mich bei der Entscheidung mit dem Ponymann umzuziehen so wundervoll unterstützt, nun hoffe ich, könnt ihr mir auch jetzt noch einmal weiterhelfen.

Reitbeteiligungen, das ist ja immer so ein Thema für sich. Man kann Glück haben, aber auch auf die Nase falle. Damit meine ich beide Seiten, denn ich war auch selbst mal RB und da hat man es auch nicht immer leicht ;-)

Lange Rede kurzer Sinn.. Nach ein paar Wochen am neuen Stall fragte mich die Tochter des Stallbesitzers, ob sie den Ponymann als RB machen dürfe.
Nunja, ich hatte bis dahin einen sehr guten Eindruck von ihr, sie hat ein eigenes Pferd das nicht mehr geritten werden kann und so dachte ich.. warum nicht?

Anfangs lief auch alles super. Es gab ein paar Kleinigkeiten, über die ich mich geärgert habe, aber das konnten wir klären und das war jetzt auch nichts Weltbewegendes..

Doch inzwischen fällt mir bei ihr immer mehr ein sehr launenhaftes Verhalten auf, das auch die Tiere zu spüren bekommen. Mit meinem Dicken hab ich das noch nicht beobachtet, aber das würde ich auch nur genau einmal!

Heute hat's ihre Stute ziemlich abbekommen. Die Stute ist hoch rossig, hat nicht so gehört und funktioniert wie sie es gern hätte und sie ist mehr als ruppig (eher schon aggressiv) mit der Stute umgegangen. Sie hat sie zwar nicht geschlagen, aber die Stute hat wirklich nichts Schlimmes gemacht und konnte somit überhaupt nicht einordnen, wofür ihr Mensch sie jetzt straft, anschreit, ruppig am Strick zerrt etc... Ich hab sie gefragt was los sei. Wusste sie nicht, sie hätte einfach keinen Bock mehr auf alles. Das Mädel ist 20, arbeitslos, beginnt aber im November eine Ausbildung. Sie hat ständig Stress mit ihrem Freund, was sich natürlich auch auf ihre Laune auswirkt. Die familiäre Situation ist wohl derzeit auch nicht ganz so easy.

Ich hab Verständnis, dass einem sowas manchmal über den Kopf wächst, dass man auch mal richtig besch... drauf ist und ich mag sie und irgendwie tut sie mir auch ein wenig leid. Aber wofür ich kein Verständnis besitze ist, seine Launen an den Tieren auszulassen. Aber wahrscheinlich liegt das auch noch am jungen Alter.

Lange Rede kurzer Sinn: Das ist mir zu heikel, ich habe ein schlechtes Gefühl dabei sie mit dem Ponymann allein zu lassen und möchte sie nicht weiter als Reitbeteiligung an ihm haben. Der Dicke ist sehr sensibel, sowas würde mich bei ihm zurückwerfen. Weiß ich leider, seit ein Schmied bei ihm mal auf sehr unschöne Weise die Beherrschung verlor, weil er ein paar Mal den Huf vom Bock zog (er hatte gerade einen Arthrose-Schub, was der Schmied auch wusste). Und generell geht sowas für mich einfach gar nicht. Ich packe mein Pferd nicht in Watte und weiß, dass die 500kg gut erzogen sein müssen. Aber das bitte fair.

Aber..wie sag ich es ihr, ohne miese Stimmung zu erzeugen? Immerhin ist sie die Tochter des Stallbesitzers und ich will ihr auch nichts Böses, aber ich habe einfach kein gutes Gefühl wenn sie mit dem Dicken allein ist! Da hab ich einfach kein Vertrauen.
Sie ist regelmäßig am Stall und versorgt auch die Pferde mit (Füttern, Rausbringen etc..)

Ich hab's nicht so mit der Diplomatie... daher habt ihr vielleicht einen Rat für mich, wie ich ihr das vernünftig beibringen kann, ohne sie zu verletzen?

Liebe Grüße

SansSoucie

SansSoucie


27.10.2019 - 08:03
Erdmute

Ich hatte in meinem Leben auch Phasen, in denen mein Pferd Dinge abbekommen hat, die nicht seins waren. Ich bin heute nicht stolz drauf und war es damals auch nicht. Es ist passiert, es tut mir sehr leid, aber ich habe zum Glück nie die Grenze zu echtem Beziehungsschden überschritten.

Damals hat das auch mal wer gesehen und diese Personen haben reagiert. Egal ob die Reaktion in die Richtung ging "kann ich dir helfen" oder "nanu, so kenne ich dich gar nicht" oder "nee lass mal, mein Pferd mache ich lieber selbst" war meine Reaktion immer abwehrend, vielleicht auch beleidigt oder arrogant. Ich war jung und konnte mit Kritik besonders bei meinem Pferd nicht besonders gut umgehen. Bis heute übrigens nicht, ich habe nur gelernt, das besser zu verbergen.

Aber, es hat mich immer dazu gebracht, über mein handeln nachzudenken und zu versuchen, es besser zu machen. Die Grenze eben auch in Zukunft zu nicht zu überschreiten . Nur hätte ich halt nicht öffentlich zugegeben, dass ich im Unrecht war.

Also würde ich in solchen Situationen an deiner Stelle irgendwie dokumentieren , dass du das Verhalten wahrgenommen hast "was war denn los" aber gar nicht weiter diskutieren, es ist ijr Pferd. Nur einen Anlass zum Selberdenken geben.

In einer ruhigen Minute würde ich dann konkret das Gespräch suchen. "Ich habe neulich gesehen, dass du ein Problem mit deiner Stute durchdiskutiert hast. Weißt du, bei dem Ponymann hat das ein Schmied auch mal so gemacht und das hatte die und die Folgen. Nun mache ich mir Sorgen, dass ich wieder solche Schwierigkeiten mit ihm bekomme, wenn du Probleme mit ihn so ähnlich bearbeitest, wie mit deiner Stute. Was können wir da machen?"

Es sind natürlich alle möglichen Reaktionen möglich. Abwehren, dicht machen, beleidigt sein, leugnen, Einsicht, gespielte Einsicht etc.

Davon abhängig kannst du eine Denkpause geben "oh, tut mir leid, ich muss jetzt weg, lass uns morgen weiter reden" oder es gleich beenden "ich sehe, wir kommen nicht auf eine Linie, lass uns die RB beenden, bevor wir uns streiten"

Wichtig finde ich, dass du nicht ihre Kompetenz im Umgang mit IHREM Pferd in Frage stellst. Zumindest ich konnte mit 20 damit gar nicht umgehen. Heute auch nur bedingt ;-)

Es gibt Leute, von denen nehme ich Kritik an, die habe ich mir aber selbst ausgesucht.


27.10.2019 - 10:16
SansSoucie

Liebe Manu,
ich danke dir sehr für deine offenen Worte!!! :-)

Und ja, ich kenne das ein Stück weit auch von mir selbst in dem Alter. Da führe oft Unwissenheit und Hilflosigkeit zu einem Verhalten, das auch nicht immer fair war. Ich habe in den letzten 20 Jahren viel dazu gelernt, aber das hat gedauert und das kann ich natürlich von einem 20 jährigem Mädel nicht erwarten. Aber genau aus dem Grund meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass ich keine Ruhe finde sie mit dem Pferd allein zu lassen.
Der Ponamann ist grundsätzlich sehr gechillt,aber auch ein Dickkopf, der es wunderbar schafft, einen aus der Reserve zu locken wenn er merkt, dass man nicht gut drauf ist. Das spiegelt er sofort und das potenziert sich, wenn man dann nicht die Reissleine zieht. Früher wäre er auch kein Pferd für mich gewesen.....

Ihr abzusagen, bevor wir uns streiten... das ist ein guter Ansatzpunkt. Vielen Dank, damit kann ich mir was anstellen :-)

LG SansSoucie

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