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Herzenspferd eingeschläfert, keine Motivation mehr für zweites Pferd [Hits: 1518]

Viele Jahre schon habe ich mich vor diesem Tag gefürchtet und nun ist es passiert. Mein geliebter 30jähriger Senior wurde diese Woche nach über 25 gemeinsamen Jahren eingeschläfert.
Er war vom Anfang an zu 100% MEIN Pferd. Von seinem lieben Wesen und Charakter her, außerdem das erste Pferd, auf dem ich mich schon beim ersten Ritt richtig "zu Hause" fühlte, was ich bis dahin so nie erlebt hatte.

Die letzten Jahre hatte er aufgrund eines Koppelunfalls Fesselgelenksarthrose hinten und stand am Ende zudem sehr bärentatzig. Bis zuletzt hatte er wache Augen, begrüßte mich brummelnd mit gespitzen Ohren, konnte noch gut aufstehen, wälzte sich und frass sein Futter mit Appetit. Das hat es mir so schwer gemacht, früher eine Entscheidung zu treffen, weil ich nicht eindeutig feststellen konnte, dass er keine Lebensqualität mehr hat. Als es die letzten Tage rapide abwärts ging, er trotz Schmerzmitteln im Schritt lahmte und eines seiner Hinterbeine kaum mehr belasten wollte, habe ich ihn gehen lassen.

Und nun sitze ich hier und sehe die ganze Zeit seine lieben Augen und die letzte Frage darin "was geschieht denn jetzt hier mit mir", als ihm die Spritze gesetzt wurde. Meine Tränen wollen einfach nicht mehr versiegen, er fehlt mir jetzt schon so sehr.

Jetzt wo mein geliebter Alter nicht mehr da ist, würde ich das Pferdehobby am liebsten komplett an den Nagel hängen. Ohne ihn ist da irgendwie nur noch Leere. Ich schaffe es momentan nicht, wieder in den Stall zu fahren, obwohl ich das eigentlich müsste. Denn ich habe seit knapp einem Jahr ein zweites, jüngeres Pferd, das auch dort steht. Der Wallach ist ein netter Kerl (bis auf sein Kopfschlagen - grrr - s. meine Parallelbox) und ich mag ihn, sonst hätte ich ihn ja auch nicht genommen. Es war auch beim Kauf klar, dass noch einiges an Ausbildung zu leisten ist, da er bei den Vorbesitzern meist nur herumstand. Allerdings sind die Defizite nun doch größer, als erwartet und das führt dazu, dass ich mich manchmal schwer zur Arbeit mit ihm motivieren kann, weil es mir oft keinen Spaß macht und mich frustriert.

Aber natürlich kann der Wallach nichts für seinen Ausbildungsstand und seine Unrittigkeit, er hat ebenso Wertschätzung verdient und da er jetzt bei mir ist, bin ich auch für ihn verantwortlich. Jedoch ist er mir im Moment regelrecht gleichgültig, das kenne ich so gar nicht von mir und es erschreckt mich. Es ist ungerecht, ihn mit meinem alten Pferd zu vergleichen, aber ich tue es in Gedanken und da schneidet er so viel schlechter ab. Mein Herz ist so voller Schmerz, dass ich im Augenblick da offensichtlich keinen Platz für ihn habe. Ich frage mich, wie ich es schaffe, möglichst schnell wieder aus meinen Loch herauszukommen. Vielleicht ging es jemand ähnlich und kann mir etwas Hoffnung machen.

Ansonsten tut es irgendwie auch gut, sich hier mal gründlich auszujammern. Bitte entschuldigt das :-(.

Sonia


13.12.2019 - 17:21
AndreaK.

Ach Sonia, lass Dir doch ein bisschen Zeit zum Trauern. Wenn man nach so einer langen Zeit verliert kann man nicht mal eben zum normalen Tagesgeschäft übergehen. Es tut mir sehr leid für Deinen Verlust, ich hatte das auch schon.
Als mein Taboun gestorben ist, habe ich ja seine langjährige Freundin/Mitbewohnerin übernommen. Auch ein schwieriges Pferd, das ich zwar mochte, aber die grosse Liebe war das nicht. Trotzdem sind wir im Laufe der Jahre ein gutes Team geworden und ich hatte sie auch sehr ! lieb gewonnen. Und jetzt fehlt sie mir auch sehr.
Es dauert einfach ein paar Wochen, dann wird es ganz langsam leichter.


13.12.2019 - 19:17
Illefons

Das tut mir sehr leid für Dich. Der Schmerz über den Verlust wird nicht vergehen, aber er wird weniger. Und dann findest Du sicher auch einen besseren Zugang zu Deinem anderen Pferd.

... usw. Diese Box enthält insgesamt 27 Beiträge.

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