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Hufrehe - wieviel Bewegung? Wann wieder Weide? [Hits: 1907]

Hallo zusammen,

ich weiß, es gibt das Hufreheforum, habe da auch schon rumgelesen, aber Vieles ist mir da doch zu "krass", deshalb frage ich einfach mal hier nach Euren Erfahrungen.

Meine 6-jährige Stute lief am 16.05.2017 stocklahm vorne, deutlicher Wendeschmerz. TA kam, drückte ab, Pferd reagierte nicht an der Hufbeinspitze, seltsamerweise an beiden Vorderhufen an den jeweiligen Innenseiten. Also Hufverbände, Hippopalazon, Boxenhaft. Am nächsten Tag Kontrolle, nun deutliche Reaktion auf die Zange an beiden Hufbeinspitzen. Weiter Hufverbände, Ruhe in der Paddockbox und Umstellung auf Flunidol. Der Stute ging es schnell wieder besser, nach 7 Tagen begannen wir das Flunidol auszuschleichen, alles blieb gut. Röntgen zeigte dann eine ganz geringe Rotation der Hufbeine.

Am Montag bekam sie einen Beschlag (abgesprochen zwischen Hufschmied und Tierarzt) und hat das auch ohne Schmerzen verkraftet und läuft nun gut.

Auslöser der Rehe war ziemlich sicher Gras / Fruktan. Bei uns geht das Anweiden leider ratz-fatz, innerhalb von einer Woche stehen die Pferde den ganzen Tag auf der Weide. Habe mir nichts dabei gedacht, kolikempfindlich ist das Pferd gar nicht - und an Rehe hätte ich bei ihr nun so gar nicht gedacht, dick ist sie nicht, einfach ganz normal, ein Warmblüter, der regelmäßig bewegt wird. Nun bin ich schlauer :-(

Momentan steht sie in der Paddockbox bei Heu und Wasser, bekommt sonst wirklich nichts anderes und ich führe sie morgens und abends ca. 15 Minuten.

Mein TA gibt mir nicht so wirklich Antworten weil lange ich sie führen darf, so wie sie es verkraftet. Aha, und wenn die zwei Stunden verkraftet? Irgendwie stehe ich nun da und bin unsicher. Es war nur leichte Rehe, aber Schäden sind ja entstanden. Wieviel kann / soll ich sie bewegen?
Wann kann ich wieder an einen kurzen Weidegang denken? Wenn Weide bekommt sie auf jeden Fall eine AS Fressbremse drauf, habe ich schon daliegen.

Wie habt Ihr das so gehandhabt?

Liebe Grüße,
Sandra

Klausi


02.06.2017 - 12:21
little

je weniger du dein Pferd jetzt bewegst, desto geringer werden die Schäden sein.
Daher sind die gelesenen Anweisungen sicherlich nicht "krass" sondern notwendig um später das Pferd merh oder weniger wieder normal nutzen zu können.

Würde in deinem Fall mindestens 4 Wochen nur ganz wenig bewegung (im Einzelauslauf möglichst ohne toben oder nur mit ganz ruhigen Kumpels)
Danach 14 Tage bis drei Wochen nur spazieren gehen und das langsam steigern bis zu zwei Stunden.

Wobei ich keinen Beschlag drauf gemacht hätte, ohne kann sich der Huf besser regenerieren. Auch wenn Tierärzte das immer emfpfehlen, die haben leider nur ganz wenig zum Thema Huf in ihrem Studium :-(


02.06.2017 - 12:25
Graupony

Ich kopier mal aus der anderen Box.
Schwerer Reheschub am 13.05.2017:
"Der Reheschub meiner Connemarastute war heftig, aber sehr, sehr kurz.
Samstag Grad 4 auf dieser komischen Skala, sofort Aderlass, Metacam und Heparin.
Dienstag F-Balance Hufbearbeiter und Blutegel.
Di-Fr genähte Stoffschläuche mit Eis gefüllt im 2h-Takt um den Kronrand gebunden.
Freitags Schub komplett vorbei, Pony sehr munter drauf.
Dann kam die Nebenwirkung des Metacam übers WE: Magen und komplette Verweigerung des Heus über 24h und Montag (ich vermute dadurch) ein kleiner Rückfall.
Dienstags schon kaum Pulsation spürbar, Röntgenbilder nur mit winzigem "Schaden", Mittwochs nochmal Egel und seitdem Ruhe im Karton!
Seit gestern Paddock mit Sand verdoppelt.
AS Fressbremse angekommen.
Noch 1-2 Wochen Knast und dann mit Fressbremse zurück zu den Anderen.
Nur wenn die Gras zugesteckt bekommen kommt sie dann so lange mit Heu in den Knast."


Bin gespannt, was andere berichten.
Bzgl. Bewegung bin ich auch unschlüssig.
Nachdem ich Sa+So vor dem Montags-Rückfall 5Min. auf Sandboden und mit Schuhen geführt hatte, hab ich's bleiben lassen.
Durch die TCM-Kräuter ist sie aber eh im Stand-By und der Tag zieht einfach an ihr vorbei, fordert also auch keine Bewegung.

Ich soll ihr lt. TCM-TÄ 3-4 Löwenzahnpflanzen geben und Brennesseln. Und auch ruhig spazierengehen.
Auch geschnittenes Langgras wäre ok, damit sie nicht neu angeweidet werden muß - trau ich mich aber nicht.
Haselnußzweig gibts täglich einen winzigen, Weidenzweig unregelmäßig einen Größeren, denen die anderen Beiden vorher schon überwiegend vom Blattwerk befreit haben - über Nacht schält sie dann die Rinde davon ab.

AS-Freßbremse liegt hier auch schon.

Plan:
Noch 1-2 Wochen Knast (TÄ sprach von 2-3 Wochen in denen sie nach Schub noch labil ist, ich rechne mit Sicherheitszuschlag ab Rückfall).

Dann mit AS mit den anderen Beiden auf das kleine komplett abgefressene Wiesenstück.
Wenn ich den anderen Gras zustecke, kommt sie zurück in den Knast, bis wieder leer genagt.

Trachtenerhöhungen in den Floatings sind seit gestern auf 0-Niveau runtergesetzt.
Zehenwand hab ich nach Röntgenbildern und Anweisung TÄ der geringen Rotation (1 und 3,5 Grad) mit Flex angepaßt. Minimale Absenkung besteht zwar auch - alles harmlos.

Rücksprache mit Schmied, weiteren Hufbearbeitern und TÄ hat ergeben:
Selbst weitermachen, lieber mit Floating und Strahlpolster als Beschlag und sobald als möglich wieder barhuf.


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